Im Juni verlieren viele Obstbäume Unmengen an kleiner Früchte. Viele Gärtner machen sich dann Sorgen um ihre Ernte, dabei ist der sogenannte Junifruchtfall ein ganz normaler Vorgang. Tragen die Bäume zu viele Früchte, haben sie Schwierigkeiten, diese gut zu versorgen und werfen deshalb überflüssige Früchte ab. Besonders betroffen davon sind schlecht bzw. kaum befruchtete.Aus diesen würde sich ohnehin kein sortentypisches Obst entwickeln. Hat ein Imker seine Bienen in der Nähe aufgestellt bzw. gibt es viele Wildbienen, erhöht sich die Zahl der gut befruchteten Blüten deutlich.
Manchmal hängen die Bäume aber selbst nach dem Junifruchtfall noch sehr voll und man kann dann auch noch per Hand die  Früchte ausdünnen. Dabei sollte man vorsichtig mit einer spitzen Schere die kleinsten Früchte entfernen, ohne die anderen zu beschädigen.

Gleichzeitig kann man sich der zahlreichen Wassertriebe annehmen. Stehen sie ungünstig im Baum und beschatten die Früchte werden sie entweder astnah abgerissen oder ohne Stummel abgesät oder geschnitten. Wird zu viel Laub entfernt, kann es zu Sonnenbrand auf den Früchten kommen. Diese sind dann meist kaum zu genießen.

Um den Baum weiter in seinem Wachstum und der Fruchtentwicklung zu unterstützen, lohnt es regelmäßig bis August mit verdünnter Brennnesseljauche zu düngen. Gegen Mehltau und Schorf kommt Schachtelhalmjauche zum Einsatz. Denn ohne gesundes Laub kann der Baum nur unzureichend Photosynthese betreiben und geht im schlimmsten Fall geschwächt in die Winterpause.